Planned since a good while, now almost here, (my) vomiting world at Teapot Gallery in Cologne Germany. The opening is on January 16th at 18h.
Below pix and links and Teapots press release (only in German). A big thanks to Chris, leTAPIR who has been blogging some vomiting wor(l)d(s) already. And to repeat him:
es lebe die allgäuer-schwäbisch-pfälzisch-shanghaische interkultur-Kooperative (aspsiK)
and of course the Dom in Cologne!



http://inspirationlounge.de/vomiting-world/

http://inspirationlounge.de/susanne-junker-vomiting-world/

Sehr geehrte Damen und Herren,

unter dem Titel „Vomiting World“ präsentiert die Galerie TEAPOT vom 16. Januar bis 06.Februar 2010 Fotografien der Künstlerin Susanne Junker.  
Zur Vernissage am Samstag, den 16. Januar 2010 von 18.00 - 22.00 Uhr möchten wir Sie herzlichen einladen.

Susanne Junker, 1973 in Deutschland geboren, lebt und arbeitet in Shanghai und Paris. Seit einiger Zeit hat Susanne Junker die andere Seite auch besetzt: Als Model vor der Kamera gestartet, ist es ihr gelungen nicht nur die Art ihrer Inszenierung zu wechseln, sondern nun auch selber zur  inszenieren. Sie ist die Frau vor und hinter der Kamera.  In ihren seriellen Farbfotografien spielt Susanne Junker viele Rollen um sich mit der Situation der Frau in verschiedenen Gesellschaften auseinander zu setzen. Ob es dabei um die in einigen Schichten und Gruppen noch lange nicht angekommene Emanzipation oder die streng choreographierten – eigentlich männlichen -  Charaktere der Peking-Oper geht, immer setzt sie sich mit viel Humor und dabei doch bitterböse pointiert ins rechte Licht. Das diese Art der Selbstinszenierung nicht nur Freude und Freunde macht ist klar, vielmehr scheint es sich um eine Katharsis zu handeln, die ohne Rücksicht auf Markt und Käufer auskommt.  
 
Die aus vielen Bildern sprechende Aggression ist nur Reaktion auf unsere aggressive Gesellschaft, die aus den Verdrängungswettkämpfen auf allen Ebenen ihre Kraft  und Energie zieht. Das Susanne Junker dabei eigene Erfahrungen aus einer der schnelllebigsten und unmenschlichsten Branchen mitbringt, dürfte sie bei ihrer Arbeit eher fördern als beschneiden und vielleicht sogar ein Grund für ihren künstlerischen Ausdruckswillen sein.  
 
Mit den Serien „Figures for the base of a Crucifixion“(2008) und „Me You Sex Friend Want“ (2007) arbeitet Susanne Junker sich in kruder Form an den Themen Unterdrückung, Machtlosigkeit und der Frau als Sexsymbol in Werbung und Alltag ab. In ihrer neuesten Serie „Geiles Globales Gesicht“ (2008) schlüpft sie in verschiedene Rollenbilder der traditionellen Peking Oper. Die klar strukturierten Frontalportraits zeigen Susanne Junkers beinahe unkenntliches Gesicht unter einer dicken Schicht Theaterschminke  in - verschiedenen Charakteren vorbehaltenen – klassischen Masken.  
 
Das alle Rollen in der traditionellen Peking Oper nur von Männern gespielt werden, zeigt einmal mehr den Willen der Künstlerin, eine Gegenwart zu schaffen, die mit Unterdrückung – auch in subtiler Form – aufräumt und ein selbstbestimmtes Leben möglich macht.  

Wir würden uns sehr freuen, Sie vor Ort begrüßen zu dürfen.